19. August 2013

Rock im Pott 2013 auf Schalke

Mein Freund und ich waren gestern bei Rock im Pott auf Schalke. Die Headliner waren System of a Down und Volbeat. Außerdem kamen noch Casper, The Deftones, Tenacious D und Biffy Clyro. Das war die zweite Auflage des Festivals und letztes Jahr waren wir auch dort.


Und natürlich hat es auch wieder geregnet, wie letztes Jahr auch. Die Engel weinen halt immer, wenn man als Dortmund-Fan ins Feindesland muss. Wir kamen nämlich nach einer kleinen Eingangs-Odysee (Eingang Nord war nicht besetzt und wir mussten eigentlich zum Service Point und der ist am Eingang Nord) pudelnass am blauen Teppich an und wurden von einer netten Schalkemitarbeiterin zu unseren Plätzen geführt. Mein Freund hatte nämlich im Vorhinein den Veranstalter kontaktiert, ob wir andere Plätze bekommen könnten, da er es mit dem Knie hat und unser Wunsch würde erhört. Wir saßen auf gepolsterten Plätzen auf der gesperrten Nordkurve. Zu uns gesellten sich nach und nach noch 18 weitere Personen, die umgesetzt wurden, da der Oberrang komplett gesperrt war.

Nach dem letzten Jahr auf Schalke wussten wir, wie unangenehm die Sitze auf Dauer sind und waren wirklich froh, dass wir von 13 Uhr bis knapp 23 Uhr auf gepolsterten Sitzen verbringen konnte. Das war so bequem.
Aber es gab noch eine viel bessere Sache in unserem VIP-Berech: die Schaukelsessel. Am liebsten hätte ich ihn mitgenommen. Ich glaube jeder in unserer Loge hat sich mit den Sesseln ablichten lassen.

Der erste Act des Tages war Biffy Clyro. Namentlich hat er mir doch schon was gesagt und auf meinem Laptop dümpeln irgendwo auch MP3s von der Band rum. Aber so bewusst (wie ich SoaD, Casper, Tenacious D oder Volbeat) habe ich ihn noch nicht gehört.
ABER: Ich fand die Musik wirklich gut. Wir haben schon den Soundcheck von Biffy mithören dürfen. Ich werde jetzt auch die MP3s wieder entrümpeln und auf meinen IPod ziehen, damit ich Musik beim Laufen und Autofahren habe.
Was ich aber etwas doof fand, dass die Menschen, die wir sehen konnten nicht so mitgegangen sind.

The Deftones kannte ich. Aber irgendwie gingen sie so ein wenig unter, denn die meisten haben sich auf die großen Bands, die gegen Ende des Abends kamen, gefreut. Und komischerweise waren The Deftones etwas leiser als sonst. Das Publikum in front of stage ging aber etwas mehr ab als bei Biffy. Auf unserer Loge haben wir die Band genossen.

Als nächster Act kam Casper auf die Bühne und wir haben auf der Fahrt nach Gelsenkirchen schon mit "Im Ascheregen" gehört haben und wie es mir vorkam, wurde dieser Song gar nicht in Gelsenkirchen gespielt.
Ich war unter anderem wegen Casper nach Gelsenkirchen gefahren und habe gemerkt, wie er das Publikum spaltet. Sein Auftritt war ziemlich bass- und scheinwerferlichtlastig und wir waren ziemlich geblendet auf unserer Loge. Besonders gefreut habe ich mit auf Bumayé und Rock n Roll. Und es war toll wie eigentlich - fast alle - darauf abgegangen sind.
Aber im Nachhinein war er sehr verwundert, wie schlecht er von den Metalheadz angenommen wurde. Ich meine es mitbekommen zu haben, dass er auf die Frage: "Seid ihr wegen HipHop hier?" ausgebuht wurde und auch wegen des Fußballvereins. Aber wir haben schon ziemlich schnell gemerkt, dass nicht wirklich viele Schalke-Fans anwesend sind.

TENACIOUS D
Die Kult-Band um den Schauspieler Jack Black (der auf DerWesten.de als Jeck Black bezeichnet wurde) rockte mal so richtig die Halle. Und das auch zu Recht.
Auch wenn die Songs niemals länger als 2 Minuten und 30 Sekunden sind, dann sind genau in den paar Minuten auch alle Zuschauer am Moschen oder Feiern. Jack Black interagierte auch sehr viel mit dem Publikum und wir kamen teilweise aus dem Lachen nicht mehr raus. Besonders gegen Ende des Auftrittes war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

Und als vorletzte Band kamen nun die dänischen Cowboyrocker Volbeat. Ich muss ja eins zugeben für mich hören sich die Songs wirklich sehr sehr ähnlich an und das war gestern dann auch so. Ich habe während eines Songs die Loge verlassen um mich mit Getränken zu versorgen und habe mich beim Wiederbetreten gefragt, ob das immer noch der Song von vor 5 Minuten war oder ein neuer?
 Aber ich muss echt sagen, sie haben das Ding hier gerockt und komischerweise konnte ich Fallen und Cape of our Hero auswendig. Ich höre die Musik auch sonst beim Autofahren.

Eigentlich sollten jetzt noch Bilder von System of a Down kommen, aber da die Scheinwerfer zu hell und das komplette Bühnenbild sehr weiß war, konnte ich mit meiner Kompakten auf die Enfernung keine Bilder machen, aber trotzdem hoffe ich, dass euch der Festivalbericht gefallen hat.
Jedenfalls hatten wir Spaß auf dem Konzert, auch wenn wir den SoaD Auftritt nach "Lonely Day" verlassen haben, da wir mit dem Auto noch zurück fahren mussten und ich es eigentlich gar nicht mag im Dunkeln über Autobahnen zu fahren.

Und über die Getränkepreise (3€ für 0,3l und 5€ für 0,5l) sowie über die Snackpreise (Bratwurst im Brötchen/ Brezel/ Käselaugenstange für jeweils 3€) konnte ich nicht meckern. Was man aber bedenken sollte, wenn man zu Rock im Pott geht, dass man immer während der Konzerte von ungeliebten Bands Getränke und Speisen holen sollte, dann ist nämlich die Schlange nicht so lang. Und auch über die Toiletten konnte ich nicht meckern. Wir hatten auch Privattoiletten.

Am Ende des Abends gabs für uns noch ein Gratisposter vom Sicherheitsmann. Das fand ich eine sehr liebe Geste.

Und wie fandet ihr das Konzert (falls ihr da wart)?

Kommentare:

  1. Ich beneide dich gerade sehr!

    Biffy Clyro, SoaD, Volbeat, hach, das lässt mein Herz höher schlagen!


    Liebe Grüße,
    Evi

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  2. Ich fand das Lineup letztendlich dann doch nicht sooo mega gut und war zb. von Deftones relativ enttäuscht. Kannte ich vorher gar nicht aber fand ich dann auch irgendwie doof. Auf Casper hatte ich mich gefreut, weil ich ein paar Lieder von ihm ganz gerne mag aber es war einfach nicht die richtige Veranstaltung für ihn und ich fand es schade, dass bei seinem Auftritt keine Stimmung aufgekommen ist sonst wäre ich wohl zu einigen Liedern auch gut abgegangen.
    Biffy Clyro fand ich super allerdings hatten die halt die Arschkarte, weil sie als erstes gespielt haben und das Publikum noch keine Lust hatte.
    Volbeat war für mich das Highlight und der eigentliche Grund warum ich dort überhaupt hin wollte! Einfach nur sau geil! Wären sie nicht da gewesen hätte sich das Festival für mich nicht gelohnt. System waren geil, höre ich zwar sonst nicht aber konnte man auch gut zu abrocken.

    Von der Organisation her fand ich es recht sparsam, denn die Bühne war meiner Meinung nach zu weit vorn platziert, wir waren ja ganz vorne auf der Tribüne und von dort hat man fast gar nichts gesehen, weil die zwei riesigen Banner rechts und links der Bühne einfach nur im Weg waren. Und dafür bezahlt man so viel Kohle ... Nach Casper sind wir zu den Ordnern am Eingang, die die Leute im Oberrang umplatziert haben und haben nachgefragt ob wir nach unten in die Front Stage können, konnten wir dann auch aber nur hinter den ersten Wellenbrecher. Allerdings hat man von dort wesentlich besser gesehen als von der Tribüne! Trotzdem totale Verarsche ... Und dann nicht mal Videowalls.
    Also nächstes Jahr werde ich dort nicht mehr hinfahren sondern lieber zu anderen großen Festivals wie Rock am Ring.

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